Gemeinschaftsübung - Tiefgaragenbrand mit mehreren vermissten Personen
Angenommen wurde ein Brand in einer Tiefgarage mit mehreren vermissten und eingeschlossenen Personen. Mithilfe mehrerer Nebelmaschinen wurde künstlicher Rauch erzeugt, wodurch sich den eintreffenden Kräften bereits bei der Ankunft ein sehr realistisches Lagebild bot.
Ziel der Übung
Ziel der Übung war es, die Zusammenarbeit der beiden Feuerwehren sowie das Vorgehen bei komplexen Einsatzlagen unter realitätsnahen Bedingungen zu trainieren. Im Fokus standen vor allem die Menschenrettung unter Atemschutz, die Brandbekämpfung im Innenangriff sowie die Koordination mehrerer Einsatzabschnitte.
Lage und Übungsszenario
Das Szenario sah insgesamt sechs zu rettende Personen vor. Vier davon wurden durch Mimen dargestellt, zwei weitere durch Übungspuppen ersetzt.
Drei Personen befanden sich im Außenbereich in akuter Gefahr. Zwei Personen mussten aus dem 2. Obergeschoss über Balkone gerettet werden, eine weitere Person befand sich auf dem Dach eines Gebäudes.
Die Rettung der Personen erforderte unter anderem den Einsatz von Steckleitern, der Drehleiter sowie mehrerer Atemschutztrupps.
Maßnahmen
Insgesamt kamen 15 Atemschutzgeräteträger zum Einsatz. Sie gingen unter erschwerten Bedingungen in die stark verrauchte Tiefgarage vor, suchten den betroffenen Bereich ab und leiteten die Menschenrettung sowie die Brandbekämpfung ein.
Parallel dazu wurden die gefährdeten Personen im Außenbereich über tragbare Leitern und die Drehleiter gerettet. Alle „verletzten“ Personen wurden anschließend durch das medizinische Personal der beteiligten Feuerwehren versorgt und betreut.
„Die hohe Beteiligung an der Übung zeigt, wie engagiert unsere Einsatzkräfte sind. Gerade bei solch komplexen Lagen ist es entscheidend, dass jeder Handgriff sitzt. Die Menschenrettung konnte zügig und zielgerichtet durchgeführt werden – das ist ein starkes Zeichen für den Ausbildungsstand unserer Mannschaft“, so Kommandant Peter Saur.
Insgesamt waren 47 Einsatzkräfte mit neun Fahrzeugen an der Übung beteiligt:
Feuerwehr Herrsching mit 35 Einsatzkräften und sieben Fahrzeugen
Feuerwehr Breitbrunn mit 12 Einsatzkräften und zwei Fahrzeugen
Fazit
Das Übungsszenario machte deutlich, wie anspruchsvoll Einsätze in Tiefgaragen sein können. Eingeschränkte Sicht, komplexe Zugangswege und die gleichzeitige Rettung mehrerer Personen stellen hohe Anforderungen an Mannschaft, Führung und Material.
Regelmäßiges Training unter realitätsnahen Bedingungen bleibt daher ein zentraler Bestandteil der Einsatzvorbereitung.