First Responder
First Responder – Wenn jede Minute zählt

Schnelle Hilfe vor Ort
Seit 1999 ist unser First‑Responder‑Team in Herrsching aktiv – für medizinische Notfälle, bei denen jede Minute entscheidet. Wir überbrücken die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes und leisten qualifizierte Erste Hilfe – rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr.
Kurzüberblick:
- 24/7 einsatzbereit
- Hilfe in wenigen Minuten
- 185 Einsätze in 2025 (davon 9 Reanimationen / CPR)
Unser Auftrag
Wir werden alarmiert, wenn vor Ort sofort medizinische Hilfe nötig ist und der Rettungsdienst nicht innerhalb weniger Minuten vor Ort sein kann – z. B. bei Herz‑Kreislauf‑Stillständen, schweren Verletzungen oder akuten Erkrankungen. So schließen wir die entscheidende Versorgungslücke bis zur Ankunft von Notarzt und Rettungswagen.
Verfügbarkeit
Die Alarmierung unseres First-Responders erfolgt über die Integrierte Leitstelle Fürstenfeldbruck (ILS).
Wir sind rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr alarmierbar und einsatzbereit.
Für den Dienst steht ein eigens für den First-Responder vorgehaltenes Einsatzfahrzeug (Florian Herrsching 79/1) zur Verfügung – ausschließlich für medizinische Notfalleinsätze.
- Nachts sowie an Wochenenden und Feiertagen wird dieses Fahrzeug häufig von mindestens zwei ausgebildeten Einsatzkräften (Feuerwehr- und First-Responder-Mitglieder) fest besetzt.
- In vielen Fällen nehmen die Einsatzkräfte das Fahrzeug mit nach Hause, um noch schneller am Einsatzort zu sein.
- So können wir wertvolle Minuten überbrücken, bis der Rettungswagen oder Notarzt eintrifft.
Ausrüstung
Für die medizinische Erstversorgung stehen uns Notfallrucksäcke, ein AED/EKG (Automatischer Externer Defibrillator), eine tragbare elektrische Absaugpumpe, eine erweiterte Traumaausrüstung und Material für Notfälle mit Kindern zur Verfügung.
Neben unserem speziell ausgerüsteten First-Responder-Fahrzeug führen wir auch auf den meisten unserer anderen Einsatzfahrzeuge zusätzliche medizinische Ausstattung mit – darunter:
- Notfallrucksäcke (Erwachsene & Kinder)
- AEDs (Automatische Externe Defibrillatoren)
- Sauerstoffeinheiten und Basismaterial für die Erste Hilfe
So sind wir auch bei Einsätzen, die nicht primär als First-Responder-Alarm laufen, in der Lage, schnell medizinische Hilfe zu leisten.

Weitere Fahrzeuge
Für besondere Einsatzlagen können wir zusätzlich zu unserem First- Responder-Fahrzeug auch andere Fahrzeuge nutzen:
- Mehrzweckfahrzeug (MZF): bei Wasserrettungseinsätzen, abgestürzten Personen, oder wenn mehr Personal oder Ausrüstung benötigt wird.
- UTV (Utility Terrain Vehicle): für unwegsames Gelände (z.B. Kiental), enge Wege oder schwer zugängliche Einsatzstellen.
Diese Flexibilität ermöglicht es uns, schnell und effektiv auf unterschiedlichste Notfälle zu reagieren – ob am Wasser, im Gelände oder mitten im Ort.
Schutz & Einsatzbekleidung
Spezielle Schutzkleidung mit hoher Sichtbarkeit und Normschutz (z. B. gegen Flammen, Nässe, Kälte) sorgt dafür, dass wir auch unter schwierigen Bedingungen sicher arbeiten können.

Team & Qualifikationen (Stand: 2026)
Unser First-Responder-Dienst besteht ausschließlich aus ehrenamtlichen Feuerwehrdienstleistenden, die zusätzlich eine fundierte medizinische Ausbildung absolviert haben.
So stellen wir sicher, dass im Ernstfall nicht nur schnelle Hilfe, sondern auch qualifizierte Versorgung gewährleistet ist.
| Qualifikation | Anzahl |
|---|---|
| Feuerwehrarzt | 1 |
| Notfallsanitäter | 5 |
| Rettungsassistent | 2 |
| Rettungssanitäter | 8 |
| Rettungshelfer FW / Sanitätshelfer | 20 |
| Gesamt | 36 |
Mindestanforderungen: Feuerwehr‑Grundausbildung (MTA) und Lehrgang Rettungshelfer oder höherwertige medizinische Qualifikation. Fortbildungen erfolgen regelmäßig.
Feuerwehrarzt
Approbierter Arzt mit Zusatzaufgaben in der Feuerwehr. Verantwortlich für Eignungsuntersuchungen, medizinische Beratung, Einsatzhygiene und Schulung der Einsatzkräfte sowie aktive Mitarbeit im First-Responder-System zur medizinischen Erstversorgung.
Notfallsanitäter (NotSan)
Höchste nicht-ärztliche Qualifikation im Rettungsdienst. Dreijährige Ausbildung mit Schwerpunkt erweiterte Notfallversorgung, Medikamentengabe und eigenständige Durchführung lebensrettender Maßnahmen.
Rettungsassistent (RA)
Ehemalige zweijährige Berufsausbildung im Rettungsdienst (heute durch Notfallsanitäter ersetzt). Befähigt zur Durchführung von Notfallmaßnahmen und medizinischer Erstversorgung.
Rettungssanitäter (RS)
Qualifikation nach 520 Stunden Ausbildung. Übernimmt lebensrettende Sofortmaßnahmen, unterstützt Notarzt / Notfallsanitäter.
Rettungshelfer Feuerwehr / Sanitätshelfer (SAN)
Grundausbildung in Erster Hilfe und erweiterter Versorgung im Feuerwehrdienst (mind. 80–160 Stunden). Versorgt Patienten bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes.
Einsatzzahlen & Entwicklung
| Jahr | Einsätze | Davon Reanimationen (CPR) |
|---|---|---|
| 2024 | 275 | 24 |
| 2023 | 327 | 8 |
| 2022 | 349 | 17 |
Höchststand: 2019 mit 421 Alarmierungen.
Einordnung: Die Einsatzzahlen sind zuletzt rückläufig – u. a. durch die stationierte RTW‑Ressource in Herrsching und eine angepasste Alarmierungsstruktur der ILS.
Für Herrschinger Bürger – seit Pfingsten 1999
Nach intensiver Vorbereitung und Genehmigung durch die zuständigen Behörden nahm die Feuerwehr Herrsching an Pfingsten 1999 unter Leitung des damaligen Kommandanten und des Feuerwehrarztes Dr. Andreas Dauber ihren First-Responder-Dienst auf – als zweiter Standort dieser Art im Landkreis. Ein großer Vorteil: Schon damals verfügten mehrere ehrenamtliche Feuerwehrkräfte über eine rettungsdienstliche Ausbildung und waren zusätzlich im Rettungsdienst des Landkreises aktiv. Dadurch war von Beginn an ein hoher medizinischer Standard gesichert, der seither kontinuierlich ausgebaut wurde.
Seit der Neustationierung des Rettungswagens Seefeld in Herrsching werden
wir bei besonders personalintensiven oder kritischen Einsätzen, wie etwa
Reanimationen, zur Unterstützung alarmiert. Außerdem rücken wir aus, wenn
der Herrschinger Rettungswagen bereits im Einsatz ist und weitere Notfälle in
Herrsching oder der Umgebung gemeldet werden.
In diesen Fällen überbrücken wir die Zeit, bis der nächstgelegene
Rettungswagen – etwa aus Dießen, Starnberg oder Gilching – eintrifft. Dies
macht den größten Teil unserer Einsätze aus.
Über unsere Alarmierung entscheidet in jedem Fall die Integrierte Leitstelle
Fürstenfeldbruck.
So können Sie helfen
Unser First‑Responder‑Dienst finanziert sich wesentlich über Spenden und Fördermittel. Unterstützen Sie uns, damit Ausrüstung und Ausbildung stets auf aktuellem Stand bleiben.